Herkunft und Kindheit

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Ludwig van Beethoven gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der europäischen Geschichte. Er wirkte in der Zeit der Wiener Klassik und war schließlich ein entscheidender Wegbereiter für die Epoche der Romantik.

Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn geboren. Er entstammte einer Musikerfamilie. Sein Vater Johann van Beethoven war Tenor in der Bonner Hofkapelle und sein Großvater, der ebenfalls den Namen Ludwig van Beethoven trug, war als kurkölnischer Kapellmeister in Bonn tätig.  Beethovens Mutter Maria Magdalena Keverich war in zweiter Ehe mit Johann van Beethoven verheiratet, Ludwig war ihr drittes Kind. Sie gebar nach ihm noch fünf weitere Kinder, von denen jedoch lediglich zwei überlebten.

Beethovens Kindheit galt als schwierig und problematisch. Der Vater trieb seinen Sohn bereits sehr früh zu musikalischen Spitzenleistungen an und wollte aus ihm ein Wunderkind machen, ähnlich wie Mozart, den er sehr bewunderte. Beethovens Vater war jedoch auch Alkoholiker, seine Mutter außerdem sehr oft krank.  Dies alles überschattete die Kindheit Ludwig van Beethovens deutlich.  Den ersten Klavierunterricht erhielt Beethoven von seinem Vater, zusätzlich erlernte er außerdem Orgel und Klarinette.

Einige Kollegen von Beethovens Vater erkannten bald das Talent des kleinen Ludwig van Beethoven und waren nun bereit, ihn angemessen zu fördern. Christian Gottlob Neefe erteilte ihm Unterricht in den Fächern Klavier, Orgel und Komposition und Franz Anton Ries förderte ihn im Fach Violine.  Christian Gottlob Neefe war es dann auch, der im Jahre 1782 die ersten von Beethoven selbst komponierten Werke veröffentlichte. Er machte den jungen Beethoven außerdem zu seinem Vertreter als Hoforganist. Die erste bezahlte und feste Anstellung als Hoforganist erhielt Beethoven schließlich im Alter von gerade einmal 14 Jahren.  Dies hatte zur Folge, dass er bald weitere Förderer erhielt. Besonders hervorzuheben ist hier Graf Ferdinand Ernst von Waldstein.